Vinzenz-Heim, Aachen

Was für eine Welt wollen wir hinterlassen?

Mensch, wo bist du? Wer bist du? Wofür stehst du auf?

Fastenprojekt 2019 

Seelsorge ist uns ein bedeutsames Thema, seit langer Zeit gibt es im Internat des Berufskollegs  die AG „Spirit of Life“. Es ist ein spirituelles Angebot für Internatsschülerinnen und -schüler im Freizeitbereich. Wir haben uns freitags abends getroffen – insgesamt 4x in der Fastenzeit vor Ostern. Bei unseren Treffen gibt es immer etwas für Kopf, Hand und Herz.

Diesmal ging es um das Thema: „Mensch, wo bist du?“ ist die Frage, die Gott dem Menschen schon im ersten Buch der Bibel, dem Buch Genesis, stellt und die Adam und Eva dazu auffordert, sich ihrer Verantwortung zu stellen.

Fazit: „Viele kleine Leute an vielen kleinen Orten, die viele Dinge tun, werden das Antlitz der Erde verändern. Wir können Dinge ändern, ja wir müssen sie ändern. Denn unsere Erde ist in Gefahr. Wir können zumindest versuchen, unseren Lebensstil zu verändern. Die Änderung könnte dazu führen, einen heilsamen Druck auf diejenigen auszuüben, die politische, wirtschaftliche und soziale Macht besitzen.“

Unsere Erde ist in Gefahr!  

Du hast mehr Möglichkeiten, als du denkst. MACH WAS DRAUS: Sei  ZUKUNFT!

Alles und alle immer schneller, immer alternativloser, immer egoistischer. Schaut wirklich jeder nur noch auf sich selbst?

Ja, da ist ein guter Punkt, den wir  ansprechen wollen, diese rechtlichen Rahmenbedingungen unserer Gesellschaft, die ja auch zu bestimmten Übereinkünften führen oder geführt haben, zum Beispiel zur Unantastbarkeit der Menschenrechte. Ich glaube, was verloren gegangen ist, ist eine gewisse Fähigkeit, auch die Zukunft nach uns im Blick zu halten und nicht  nur das, was jetzt hier ist.

 Die Wahrnehmung dafür, dass wir auch nur ein Lebewesen unter vielen anderen auf diesem Planeten sind, ist verloren gegangen. Ich glaube, dass uns auch der Respekt vor dem Unverfügbaren verloren gegangen ist. Wir leben in einer Zeit, wo alles jederzeit machbar, verfügbar ist:

„Meins…jetzt / in dem Moment will ich es haben…will ich es kriegen.“

 

Mensch wo bist Du?

Die Frage werden wir nie loswerden. Aber wir, die sechs Schüler/-innen des Internats werden  sie bisweilen beantworten. Nicht jedem werden die großen menschlichen Entwürfe gelingen. Aber  wir können die werden, die wir sein wollen. Unverwechselbar, gottgewollt, mit all unseren Ecken und Kanten sowie mit allen Schätzen, die in uns sind. Menschen mit ihren Grenzen, aber auch mit der Frage „Wo bist Du, was tust Du, wie lebst Du, Mensch“? Dazu braucht es keine großen Taten, sondern nur einen bewussten Alltag.

Elena, Theresa, Niklas, René,  Natascha und Anne, Gerda Johnen, Mitarbeiterin der AG-Seelsorge

 

 

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Vinzenz-Blick 2/2017
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